Dienstag, 14. April 2009

Mittwoch, 8. April 2009

Montag, 6. April 2009

Royal Tea

Das wär doch mal was, um zu feiern: Der Royal Tea.
Herbei handelt es sich um einen Nachmittagstee, bei dem zusätzlich Champagner oder Sherry gereicht wird.
... weiß das Teekompendium. Und natürlich weiß es auch, was es in England mit Low Tea, High Tea und mehr auf sich hat.

>> tee-kompendium.de

Kriminalistik aktuell ...

Ich habe ja jetzt "Ferien", nichtsdestotrotz wird fleißig geforscht ... und unter anderem dies hier gefunden:
Unterhaltsstreitigkeiten oder Heiratsschwindlel, wenn es unter deutschen Dächern brennt, kommen sie ins Spiel: Privatdetektive. Sie spüren vermisste Personen auf, ertappen Stalker auf frischer Tat oder schnüffeln untreuen Ehemännern hinterher. Statt Ruhm ernten sie dafür aber höchstens Ärger von den Überführten.

>> derdetektiv.at


Ebenfalls interessant: Die Wiener Kriminalstatistik für 2009.

Von Jänner bis 27. März 2009 ereigneten sich Wien insgesamt neun Straftaten mit tödlichem Ausgang.

Von diesen Tötungsdelikten sind bis auf eines am 12. Jänner 2009, bei dem ein 41-jähriger Mann in Wien Ottakring durch Schüsse getötet wurde, bislang alle geklärt.

>> derdetektiv.at

Nicht paranoid, aber ...

Ich bin ja nicht wirklich paranoid veranlagt. Wo andere Verschwörungstheorien ausarbeiten, denke ich mir: jaja. Aber das Google-versum geht jetzt doch ein bissl zu weit. Krimi-Kollegin Klaudia Zotzmann berichtet darüber in ihrem Blog. Weiterlesen >> jinxx.net

Sonntag, 5. April 2009

Ich lach mich schief ... ein Namensgenerator will AutorInnen das lästige Erfinden abnehmen: >> Realnamecreator

Erster Vorschlag: Edit Vogel. Hm. Ob die Dame wohl mit fehlendem -h- durch das Lektorat kommt?! Oder hat da wer einen Vogel?

Donnerstag, 2. April 2009

Auf ein Neues

Froh gemut geht es mit Krimi Nr. 2 weiter - den ich ja für das Lektorat von Nummer 1 unterbrach. Heißa! Reingesprungen, bei Sonne machts doppelt Spass. Bald kann man im Freien sitzen und schreiben ...

Dienstag, 31. März 2009

Böhmische Spuren in Wien

Der Margaretenplatz liegt auf dem Weg zu meinen >> Schreibworkshops im Polycollege. Bei Haus Nummer 7 verweist ein Schild auf die Geschichte des Hauses für die Tschechische Volksgruppe in Wien und die Tschechische Sozialdemokratie. Aus meinem Buch "Böhmisches Wien: Von Lepschi bis Kolatsche":
Trotz Repressalien von seiten der österreichischer Politik und der Polizei wurde am 7. April 1878 im Gasthaus "U kastanu" in Prag die Tschechoslowakische Sozialdemokratische Partei gegründet. 1881 verlegte man die Parteiführung in die Reichshauptstadt Wien. Es folgten Verhaftungen, ab 1884 galt in Wien und Teilen Niederösterreichs der Ausnahmezustand. Sämtliche tschechischen Vereine wurden aufgelöst, ausgenommen der Simmeringer Verein "Tyl". Das in Wien hergestellte Organ der tschechoslowakischen Sozialdemokraten, die "Arbeiterblätter", wurde verboten. Als der Ausnahmezustand ab 1890 gelockert wurde, kam es zum Wiederaufbau politischer Strukturen in der tschechischen Minderheit. 1894 wurde die Selbständigkeit der tschechischen Sozialdemokratie anerkannt, im Jahr 1900 gab es bereits 37 sozialdemokratische Vereine in Wien.
Unweit davon, in der Wehrgasse, liegt übrigens ein gemütliches böhmisches Wirtshaus: "Zu den drei Buchteln", wo die Wirtin persönlich für das Wohlergehen ihrer Gäste sorgt.

Lesen Sie mehr darüber, wie Wien zur größten tschechischen Stadt wurde - in meinem Buch "Das böhmische Wien. Von Lepschi bis Kolatsche."

Hier können Sie das Werk direkt bestellen und geliefert bekommen:
"Böhmisches Wien: Von Lepschi bis Kolatsche."

Montag, 30. März 2009

AutorInnenalltag

An Kollegin Kröhn (Eintrag 28. 3.) kann mensch sehen, wie vielseitig sich der Autorinnenalltag gestalten mag. Fahnen eines Projektes bearbeiten, an einem anderen Projekt weiter schreiben, und das schön regelmäßig.

Das sollte mich endlich mal motivieren, zu Krimi-Projekt Nummer 2 zurück zu kehren. Die Arbeit daran gedieh ja recht fein, bis ich sie für das Lektorat von Nummer 1 unterbrach. Dann schob ich noch eine Krimi-Kurzgeschichte dazwischen, die sich der Vollendung nähert. Und Romanwerkstatt unterrichtete ich ebenfalls.

Also, frisch ans Werk. Nicht mal unausgeschlafen bin ich, trotz Uhren-Umstellung. Fein! Dann mal los.

(Aus einer Rede an mich selbst, oder was?)

Sonntag, 29. März 2009

Kreative Romanwerkstatt

Kreative Ideen brodelten wieder in meiner Romanwerkstatt dieses Wochenende. Ich nutzte die Schreibzeiten selbst, um eine - dringende - Kurzkrimigeschichte zu entwerfen. Nun eine erste Fassung am PC fertig gestellt, die netten Testleserinnen sind aktiv. :-) Danke Euch allen!!!

Freitag, 27. März 2009

Romanwerkstatt - ausgebucht

In Kürze gehts zur ausgebuchten Romanwerkstatt ... bin gespannt, welche Projekte meine TeilnehmerInnen diesmal so im Kopf haben ... schon jetzt Plätze für den allerletzten Termin im Juni sichern!

>> texteundtee.at

Ansonsten hab ich mich ein bisschen erholt vom Buch-Abgabe-Stress. Wird schon wieder ... Freu mich schon aufs Feiern. :-)

Mittwoch, 25. März 2009

Ich gestehe: Ich hab's getan.

Ich hab das Krimimanuskript zum letzten Mal ins Lektorat abgeschickt. Das war's jetzt ... ich weiß noch gar nicht, wie ich mich fühlen soll. :-)

Wenn das Kreise zieht, überholt die Realität bald uns Krimi-Schreiberlinge:
Frankreich: Schon wieder Chef eingesperrt

Die unzufriedenen Arbeiter einer Medizin-Fabrik nahmen ihren Manager eine Nacht lang gefangen – es ist nicht der erste Vorfall dieser Art.

Weiterlesen:
Kurier.at
Wieweit gehen Arbeiter und Arbeiterinnen? Bis zum Mord? Finden Sie's heraus, in meinem Buch "arbeits/los".

Bestelllink: >> www.texteundtee.at

Dienstag, 24. März 2009

Krimi-Endspurt

Der Endspurt ist angesagt in bezug auf meinen Kriminalroman, der im Sommer bei Gmeiner erscheinen wird. Noch einmal gilt es also, alle Kräfte zu sammeln ... Covervorschläge sind eingetroffen, die Titelwahl so gut wie getroffen ... ich bearbeite den Text ein letztes Mal, versuche letzte Hoppalas ausfindig zu machen. Und wieder ist es spannend, reinzukippen ...! Wie eine Sportlerin vor dem Ziel: Es geht noch einmal um alles. :-)

Freitag, 20. März 2009

Im Scheichtum Al Wappla gibts immer was zu erleben.

Chronologie einer versuchten Verdummung ... oder: Wie Spesen über Spesen einfach gebucht werden.

1) Von seiten des alteingesessensten Handynetzbetreibers hierzulande wird dem Scheich eine falsche Handy-Rechnung ausgestellt.

2) Der Scheich legt Einspruch ein, ein Techniker meldet sich & erklärt nach dem Gespräch, dass man eine Gutschrift erhalte.

Alles klar, doch zu früh gefreut, denn

3) Es folgt eine Mahnung (!) über den alten, falschen Betrag

und weils so "lustig" ist

4) auch noch eine weitere Rechnung (!!) in der Bankspesen (!!!) verrechnet werden!!

Man erinnere sich: Die Rechnung war von Anfang an falsch, ein Download verrechnet, der niemals in Anspruch genommen wurde.

Also wird auch nicht bezahlt, was nicht in Anspruch genommen wurde - und auch nicht für eine Bankverwicklung, die nicht in der Verantwortung des Kunden liegt.

Hätte man nicht abgebucht, nachdem der Einspruch schon bekannt gegeben worden war - dann hätte man auch nicht von seiten der Bank den Betrag zurückgeholt.

Der Scheich ist dafür bekannt, dass er jede korrekte Rechnung umgehend bezahlt. Nur: In diesem Fall gibt es seit 1 Monat keine korrekte Rechnung.

Fast schon wie ein Gag aus dem Kabarett liest sich die Drohung, die Leitung werde kostenpflichtig (!!!!) abgedreht ... macht ja fast nichts, Medienscheichs brauchen ja keine Telefone?!!!

Das ist fast so gut wie die Idee, im Bazar mit Steinen befüllte Kartons als "Computer" zu verkaufen ...

Dienstag, 17. März 2009

Ich bin jetzt auch in Twitter

So, jetzt ist es soweit: Ich versuche es auch mit Twitter.
http://twitter.com/Texteundtee

Freitag, 13. März 2009

Lesen - Schreiben - Lesen - ...

Während offenbar die halbe Welt in Leipzig liest, bearbeite ich die lektorierte Version meines im Sommer erscheinenden Krimi-Manuskripts. Spannend, spannend ... :-)

Außerdem kümmere ich mich um erste Lese-Auftritte mit dem neuen Werk.

Zusätzlich habe ich kürzlich noch einen Kurzkrimi für einen Wettbewerb geschrieben, nachdem ich die Idee hatte, konnte ich nicht widerstehen ... so viel Zeit musste einfach sein.

Montag, 9. März 2009

Schreibsalon ab 15. April 2009

Hurra, der *Schreibsalon* kommt!

Ab 15. April 2009 ist es soweit: Ich lade Sie herzlich ein zur literarischen Geselligkeit. Leiten Sie diese Einladung bitte auch weiter!

Alle vier bis sechs Wochen treffen wir uns zu einer literarischen Austauschrunde, in der das Gespräch übers Schreiben im Vordergrund steht.

Erster Termin:
Mittwoch, 15. April 2009
19 bis 21 Uhr

Ort:
Lhotzky's Literaturbuffet
1020 Wien, Taborstraße 28/Eingang Rotensterngasse 2
Tel. +43(1)276 47 36
http://www.literaturbuffet.com/

Ich leite das Programm in diesen zwei Stunden. Es gibt wahlweise einen Schreibimpuls oder wir lesen mitgebrachte Texte vor und diskutieren darüber, oder wir sprechen über ein bestimmtes Thema wie etwa über den Kontakt zu Verlagen oder „Wie nehme ich an Wettbewerben teil?“, Networking in der Literaturszene und dergleichen mehr.

Anschließend freie Diskussion ohne Leitung (kann in einem nahe liegenden Lokal fortgesetzt werden). Das bietet die tolle Gelegenheit, sich untereinander weiter auszutauschen, Kontakte zu Gleichgesinnten zu knüpfen, neue Projekte anzusprechen und generell andere Autorinnen und Autoren näher kennen zu lernen.

Kosten:
25 Euro pro Abend
5er-Block: 100 Euro. Die Teilnahme am 5. Abend ist gratis!

Leitung:
Mag.a Anni Bürkl
Freie Autorin und Journalistin
Schreibtrainerin seit 2002 (VHS Landstraße, Polycollege, etc.)

Weitere Informationen:
www.texteundtee.at

Anmeldung:
Siehe >> Kontaktmöglichkeiten über meine Webseite sowie Überweisung von 25 Euro mit Betreff „Schreibsalon“ auf mein Konto, dessen Daten Sie nach der Anmeldung persönlich von mir erhalten.

Samstag, 7. März 2009

Jetzt hat sie's!

Hurra, jetzt hat sie's: Autorin-Kollegin Claudia Mummert hält ihr erstes eigenes Buch in Händen. Wie es sich anfühlt, lesen Sie lieber selbst bei Ihr nach. >> Hier geht's zu ihrem Tagebuch.

Bei mir steht erst noch die Überarbeitung der lektorierten Version meines Kriminalromans an. Und der Grafiker hat sich auch bereits bei mir gemeldet ... Ansonsten gab's "Tatort-Termine" bei der Kripo und beim Roten Kreuz, spannend, spannend, was man da so alles hört! Und einen echten großen >> Kriminalfall hat ja Wien dieser Tage auch ...

Freitag, 6. März 2009

Schreibrituale

Man hat so seine Schreibrituale. Dies und das, ein Glas Wein, eine Kerze, ein bestimmtes Musikstück ... was noch? Ihre Schreibrituale sind in der Kommentarfunktion höchst willkommen!

Mittwoch, 4. März 2009

Krise revisited

Das kennt man, auch in meinen >> Kriminalroman "arbeits/los" gingen die psychologisch-morbiden Verwicklungen aus der Arbeitswelt ein ...
Mit den steigenden Anforderungen in der Arbeitswelt steigt der Druck auf die Menschen, die Finanzkrise verstärkt die Situation. Die angespannte Situation am Arbeitsplatz führe vermehrt zu psychischen Stress und Krisen: Konkurrenzdruck fördere Burn-out und Mobbing, berichtete der Österreichische Bundesverband für Psychotherapie (ÖBVP) am Dienstag bei einer Pressekonferenz in Wien.

(Die Standard.at)
So ähnlich hörte sich das auch 2000 /2001 an, nach dem Platzen der New Economy-Blase, dem 11. September und allem, was danach an Krise geschah.

Mein Buch "arbeits/los" können Sie >> hier bestellen.

Biografie Schreiben

Gestern war es wieder einmal soweit: Ein neuer Schreibworkshop "Reportagen aus dem Leben" begann im Wiener Polycollege Stöbergasse. Wieder einmal war es spannend für mich, zu sehen, wieviel Unterschiedliches aus einem einzigen Schreibimpuls - diesmal zum Thema Freundschaft - entstehen kann.

Hier mein Schreibimpuls, falls Sie ihn ausprobieren möchten! Ich empfehle, sich dafür eineinhalb bis zwei Stunden Zeit zu nehmen.
Achtung: Dieser Schreibimpuls ist urheberrechtlich geschützt & darf nicht kopiert oder weiter verwendet werden!

Thema:

Freundschaft, Freundinnen, freundlich sein

was bedeuten uns bestimmte Freundinnen und Freunde?

in der Kindheit und jetzt?

Wer ist uns wichtig und warum?



Methode:

Automatisches Schreiben. Beginnen Sie einen Text mit den Worten:

"Meine Freunde / Freundinnen ...“

10 Minuten lang alles aufschreiben was kommt!

Keine Zensur, lassen Sie den Gedanken freien Lauf.


2. Schritt:

unterstreichen Sie in diesen Zeilen alle Stellen,die Sie besonders ansprechen.

Lassen Sie sich davon zu einem Text inspirieren! Die Form ist frei.

Frauentag

Nur Estland ist noch ungerechter in punkto Frauengehälter, weiß Der Standard heute zu berichten. Das zum Thema Geschlechtergerechtigkeit ... beziehungsweise ihr Fehlen!

Als EU-Kommissar Vladimir Spidla, zuständig für Beschäftigung, Soziales und Chancengleichheit am Dienstag die Kampagne "Close the gender pay gap" zum Abbau des geschlechtsspezifischen Lohngefälles präsentierte, wurde ein Länderranking präsentiert. Österreich liegt im EU-Vergleich an 26. also vorletzter Stelle. Hierzulande verdienen Frauen um 25,5 Prozent weniger als Männer. EU-weit beträgt der Unterschied 17,4 Prozent. In Zahlen sind das auf die Lebensarbeitszeit hochgerechnet 160.000 Euro. Das Ranking bezieht sich auf Daten aus dem Jahr 2007 und zeigt auch, dass Österreich stagniert. Denn auch 2006 lag das Lohngefälle bereits bei 25,5 Prozent.

Dienstag, 3. März 2009

Orhan Pamuk übers Tagträumen

Dann ist's ja gut ...

ZEIT: Wo ist die genaue Grenze zwischen Tagträumen und Produktivsein? Und wo die Grenze zwischen Literatur und Eskapismus?

Pamuk: Für einen Jungen liegt das alles nah beieinander, aber für einen Schriftsteller, der die letzten 32 Jahre damit verbracht hat, ist Tagträumen eine gute Sache. Ich glaube, alle Autoren brauchen diese zweckfreie Zeit, das Gefühl, einmal für gar nichts verantwortlich zu sein. Strukturen, Romane, Bilder – die wirklichen Ideen kommen mir in diesen Momenten. (...)

ZEIT: Was tun Sie dafür, dass die Ideen, die Ihnen beim Tagträumen kommen, weiterwachsen?

Pamuk: Das Schreiben besteht aus zwei Teilen. Der eine ist: Man befindet sich bereits innerhalb eines Romans, setzt ihn fort, man weiß mehr oder weniger, was man am nächsten Tag schreiben will, man hat Notizen, anhand deren schreibt man dann. Das würde ich eher das Ausführen nennen: Eine bereits vorhandene Idee wird weiterentwickelt. Das mache ich Tag für Tag. Ein anderer Teil, den ich noch mehr genieße als das Schreiben selbst, ist das Fantasieren, das Imaginieren von Details, Szenen, Farben, Linien. Entweder eines Romans, den ich noch gar nicht geschrieben habe, den ich eines Tages vielleicht schreiben werde, oder der nächsten Kapitel. Zum Glück habe ich mir früh eine Technik des Aufzeichnens angewöhnt. Auch wenn es mitten in der Nacht ist: Ich stehe auf und mache meine Notizen, da bin ich sehr diszipliniert. Also schreibe ich auf: Notizen zu Kapitel 17. Oder vielleicht weiß ich auch noch nicht die Nummer, sondern einfach: das Kapitel, wo der und der den und den trifft. Oder ich notiere eine Idee zu einem neuen Roman. Alle Ideen und Bilder für Romane, die ich irgendwann einmal schreiben möchte, halte ich fest. Und wenn es dann so weit ist, bin ich vorbereitet.


(Vollständiges Interview: Die Zeit)

Dienstag, 17. Februar 2009

Aida! Aida?

Neulich war ich mal wieder in einer Aida. Nein, nicht in der Oper. Sondern ...

Was ist das? Rosa Optik und es duftet nach frischen Mehlspeisen? Erraten: Eine Aida-Konditorei. Dass Josef Prousek, der Gründer dieser erfolgreichen Süßigkeiten-Kette, ursprünglich aus Böhmen kam, wissen heute nur Eingeweihte. Damit ist die Familie Prousek ein geradezu klassisches Beispiel für die Integration der 'böhmischen Minderheit' in Österreich.

Der Aida-Gründer Josef Prousek wurde 1883 in Drzkov, einem kleinen Ort in Nordböhmen, geboren. Die Familie war arm, Josef Prouseks Vater war Schuhmacher – viele Menschen konnten sich kaum Schuhe leisten. Josef Prousek war ein guter Schüler, konnte die Klassen mehrmals überspringen. Nach der Zuckerbäckerlehre führte ihn die damals übliche Wanderschaft als Geselle über Prag und Brünn nach Wien. Hier begann er bei einem Zuckerbäckermeister im 2. Bezirk zu arbeiten. Er stieg zu dessen Compagnon auf und konnte ihm den Betrieb in der Unteren Augartenstraße schließlich abkaufen.

Lesen Sie mehr darüber, wie es zur Gründung der Aida & der Namensfindung kam in "Das böhmische Wien. Von Lepschi bis Kolatsche."

Bestell-Link von Amazon: "Böhmisches Wien: Von Lepschi bis Kolatsche"

Donnerstag, 12. Februar 2009

Sie wissen, dass Sie AutorIn sind, wenn ...

Das brachte mich zum Lachen: Eve Porinchaks Liste "You Know You're A Writer If..." (Sie wissen, dass Sie AutorIn sind, wenn ...)
... Every time you step out of the house, people on the street become your potential novel characters.

You excuse yourself in the middle of dinner dates to run to the bathroom and jot down brilliant bits of dialogue that pop into your head. (And bring a napkin with you because you can't fit your notepad into your adorable little bitty purse)

When it's a pretty day outside, your internal voice describes it in beautiful literary prose over and over until it gets the description just right.

You have an internal voice.

Mittwoch, 11. Februar 2009

Schon mal gehört? "Wir melden uns."
http://hauckundbauer.blogspot.com/

Cool ...

Cool, oder?




Gefunden bei Kollegin Cronenburg.
Und erstellt im Bus Slogan Generator.
Neue Besprechung über mein Buch "arbeits/los":
>> Die Virtuelle herausgegeben von Eva Laspas

Dienstag, 10. Februar 2009

Wenn der Autorinnenkopf nicht so will ...

Aus gegebenem Anlass - die verstopfte Nase ist da nur eine dieser Kleinigkeiten - griff ich heute wieder nach dem Buch "Ernährung nach den 5 Elementen" von Eva Laspas. Im Speziellen las ich das Kapitel "Erkältung? - Nein danke!" Ein Tipp wurde gleich angewandt: Das Gerstenwasser. Und siehe da, es hilft, den Kopf zumindest ein wenig freier zu machen!

Eva Laspas ist Diplom-TCM-Ernährungsberaterin. Sie führt seit 2000 das Unternehmen "Erfolgsmanagement und Ernährungsberatung" in Wien.


Ernährung nach den 5 Elementen
für Einsteiger
von Eva Laspas
ISBN 978-3-9501593-1-8

Bestellen können Sie das Buch >>hier.

Montag, 9. Februar 2009

Tja ...

... jetzt ist das Krimi-Manuskript im Lektorat. Habe es heute abgeschickt. Trotz Schnupfen und allem sonst, was eine piesacken kann. Eigenartiges Gefühl (das Abgeben, nicht die Verkühlung). Dabei arbeite ich an Nummer 2 (Krimi, nicht Virenvermehrung).

Sonntag, 8. Februar 2009

Serien schreiben

Das Schreiben einer Serie stellt vor ganz neue Herausforderungen, wie ich bemerke: Ich will niemanden den 1. Mordfall vermiesen, indem ich im 2. Fall zu viele Andeutungen mache. Gleichzeitig sind die Erlebnisse von "damals" für meine Protagonistin natürlich von Bedeutung und kommen grundsätzlich vor. Wieviel gebe ich also preis, um die Spannung nicht zu zerstören? Wie wenig lasse ich angedeutet, damit man sich trotzdem im 2. Mordfall auskennt?
Außerdem wollen sich die wichtigsten Figuren weiter entwickeln, und müssen trotzdem sie selbst bleiben. Also selbst eine neue Haarfarbe darf nicht über ihren eigenen Charakter hinwegtäuschen ...

Spannend, hochspannend!

Zeig' mir Deine Szene im Kopf

Zum vorigen Eintrag über das Schreiben von Szenen schreibt Leserin Eva Jancak in ihrem Literaturgeflüster:
Vor allem das Johanna Buch, kann Anni Bürkls Ratschläge sicher brauchen. Da gingen sich vielleicht auch ein paar neue Kapitel aus, zum Beispiel eines mit dem Titel “Die Analyse”, wo anhand der roten Schuh-Metapher, das Spiegelgrundthema noch mehr eingearbeitet wird.
Das das “Mehr zeigen statt beschreiben!”, das ja alle Ratgeberbücher predigen, was auch logisch klingt, aber zumindestens für mich nicht so einfach umzusetzen ist, immer noch mein Thema ist, darauf bin ich in der letzten Woche wieder mal gekommen (...).
Dazu ein schneller Tipp: Rausgehen und aufschreiben. Augen aufmachen, Ohren aufmachen, schnuppern, tasten, schmecken und was die Sinne hergeben. Zum Beispiel eine Szene im Kaffeehaus. Das ist Handwerkskunst, Übung. Anschließend dieselbe Sensibilität auf die Szenen anwenden, die man entworfen hat ... Los gehts!

Und was noch sein darf: Ein bissl weniger sich selbst unter Druck setzen. Leichtigkeit im Schreiben zulassen. Unter Krampf ist das Blickfeld recht eingeengt, wissen wir von Stressmomenten. Alles klar?

Freitag, 6. Februar 2009

Szenen schreiben

Es soll ja Leute geben, für die ist die lange Form nicht geeignet. (Während ich mich eher nicht kurz fassen mag, aber das ist ein anderes Thema.) Eva Jancak erwähnte in ihrem "Literaturgeflüster", dass sie schon nach relativ kurzer Zeit mit ihrem Romanprojekt fertig sei - also weniger Seiten geschrieben hatte, als vorab gedacht.

Da sitzt man dann und rätselt, was man vielleicht vergessen hat zu beschreiben, oder wo noch etwas hinzuzufügen wäre. Des Rätsels Lösung ist jedoch oft eine simple, die man vor allem in der Euphorie einer neuen Geschichte, eines neuen Romanprojekts gern übersieht: Man schreibt mehr Zusammenfassung als Szenen.

Eine Szene, was ist das?

Ich bezeichne Szene als das, was von Anfang bis Ende eines Ereignisses dauert: Das könnte ein über fünf Stunden dauerndes Gespräch ebenso sein wie der Moment, in dem jemand auf der Straße von einem Auto angefahren wird bis zum Eintreffen der Rettung oder sogar darüber hinaus.

Aber die Definition von "Szene" ist gar nicht das Wesentliche an der Sache. Das Entscheidende ist: Wie schreibe ich eine Szene? Mache ich eine Szene aus dem ganzen Gespräch? Oder macht die Szene "nur" die wichtigen Momente einer unerwarteten Enthüllung im Gespräch und die Reaktion der anderen Person aus?

Entsprechend wird die Szene entwickelt:
Was will ich mit dieser Szene im Rahmen meines Textes aussagen?
Wo soll sie beginnen, wo aufhören?
Wer sagt was?
Was ist für mich das Wichtige an dieser Szene?
Wie sieht es am Ort des Geschehens aus?
Dazu kommen Dinge wie das Erzähltempo, der Sprachfluss, die Musik, der Rhytmus dieser Szene.

Eigentlich entspricht die Szene in etwa dem, was wir gern im Gespräch an Erlebtem wiedergeben: "Und dann habe ich ... und er sagt ... und auf einmal ..."

Statt zu schreiben "Und damals versuchte sie, sich als Regisseurin einen Namen zu machen ..." könnte ich also auch eine Szene einbauen, in der diese Figur ein Erlebnis hat, das mit der Karriere als Regisseurin zu tun hat. Das kann ja auch eine kurze Szene sein. Auch Rückblicke vertragen es, als Szenen dargestellt zu werden. Wichtig ist, dies im erzählerischen Stil vom anderen Text abzusetzen, aber auch optisch (als Kursivschrift oder durch ein paar Sternchen zwischen den Abschnitten). Im Film sind Rückblicke jene Szenen, die unscharf, oft schwarz-weiß daher kommen ...

Aber bei all möchte ich aber betonen: Habt Mut zum eigenen Stil. Der soll verständlich sein und LeserInnen erreichen und alles. Aber nachgemacht ist immer nur die Kopie, manchmal die vierte, fünfte oder x.te. Also viel Spass beim Szenenschreiben!

Mittwoch, 4. Februar 2009

Lesung - Rückblick

Am 19. Jänner traf sich eine illustre, (natürlich nur auf dem Papier) mordlüsterne Runde.



Das Motiv: Lesung aus der Kurzgeschichtensammlung "Money. Geschichten von schönen Scheinen".




Tatort: Die Hauptbücherei in Wien.




Täterinnen: Die in Wien lebenden Autorinnen der Krimi-Anthologie zum Kärntner Krimipreis 2008, darunter Amaryllis Sommerer und Sylvia Grünberger ...





Vorgestellt wurden Buch samt Preis von den Organisatorinnen und Herausgeberinnen Susanne Schubarsky und Franz Henz.



Die Zeuginnen im Publikum passten gut auf ...




... und am Ende wurde noch fleißig signiert.
(Fotografin Sabina Naber.)

Dienstag, 3. Februar 2009

Rufmord-Krimi, 3. (und letzte) Folge

* * *

„Schätzchen, so geht das nicht!“
„Was geht nicht wieso? Und nenn mich nicht Schätzchen, Schatzerl!“
„Geh, du Wiena Madl. Das ist nicht mehr mein Stück!“
„Ach nein? Und warum trägt dann diese Polizistin deinen zweiten Vornamen? Du mit deiner Eitelkeit! Du Lieselotte, die du gern eine schillernde Alma wärst! Hahaha!“
„Das ist nicht mehr mein Stück, ich sag es noch einmal.“
„Isses auch nicht. Unser Stück. Unser gemeinsames Stück. Der Intendant wird -“
„Der Intendant wird gar nix, wenn ich das Stück zurück ziehe. So ein Stuss verlässt den Schreibtisch nicht.“
„Was hast du zu mäkeln?“
„Kaukasisch, Moskau, Weißrussland, was denn nun? Weißt du wenigstens, wer Kramer auf dem Gewissen hat?“
„Klar. Ich weiß immer, was ich schreibe. Olga natürlich.“
„Und das Motiv?“
„Sie hat ihn gehasst. Zuviele Männer haben sie abserviert. Einmal war es genug.“
„So. Das können wir nicht spielen -“
„Und Beata?“
„Was ist mit ihr?“
„Sie probt seit zwei Wochen die Alma!“
„Aber nur das halbe Stück, weil wir uns über den Fortgang der Handlung nicht eins sind. Wegen dir und deinen Marotten. Erst eine Alma, dann Jo ...“
„Kommt noch soweit, dass die Premiere abgesagt werden muss!“
„Na und. An allem ist der Gänsekiel schuld.“
„Was für ein Gänsekiel?“
„Den Alma und Jo in dieser Agentur finden.“
„Ein Gänsekiel?!“
„Mit dem Olga den Wolf die Augen ausgestochen hat.“
„Das führt zu weit.“
„Finde ich auch. Sowas tut höllisch weh und kann tödlich sein.“
„Nein.“
„Was, nein?“
„Deine Idee führt zu weit!“
„Ich entziehe dir das Du-Wort, wenn du mit mir nicht an einem Strang ziehst! Wir wurden gemeinsam vom Bürgermeister -“
„Vom Burgamasta?“
„Vom Bürgermeister. Zur Ehrung der verdienten Bezirksvorsteher sollte ein eigenes Stück aufgeführt werden.“
„Bei der kein Wolf anwesend ist.“
„Und keine Olga.“
„Nur das Burg-Ensemble.“
„Burgtheater, Burgamaster – Alma, was wird hier gespielt?“
„Der Wolf ist tot. Oder sollte ich besser sagen: Die Wölfin ist tot?“
Mit einer schwungvollen Geste zog sie zwischen den Falten ihres dramatisch gerafften roten Kleides eine lange, schwarze Rabenfeder hervor.
„Tut mir leid, was Anderes war nicht aufzutreiben.“ Und während die Andere noch vor lauter Staunen die Augen aufriss, stach Alma mit voller Wucht zu. Ende der Debatte. Draußen wartete die Regisseurin. „Erledigt. Jetzt kannst du fertig inszenieren.“ Mit der blutigen Feder signierte Alma in roten, geschwungenen Buchstaben den Papierstapel vor ihr: Der Wolf ist tot. Theaterstück in einem Akt. Von Alma Rabe.

Montag, 2. Februar 2009

Rufmord-Krimi Folge 2

"Der Wolf ist tot"
2. Folge

Folge Brummelnd stauchte Jo seine ein Meter fünfundneunzig zusammen, um sich in sein Cabrio zu sortieren. Er zog einen Laptop unterm Beifahrersitz hervor und huschhusch, hatte sich der Junge via Funk oder sonstwas ins Internet eingeloggt. Die Tasten machten ein leises Klickergeräusch. Endlich hatte er die Adresse der Agentur ausfindig gemacht. Es gab tatsächlich ein Büro mitten in Wien, im Zentrum sogar, unweit des Parlaments. Eine goldblonde Dame mittleren Alters öffnete ihnen. Sie stellte sich sperrig wie ein Wachhund in die glänzend braun gestrichene, doppelflügelige Tür. „Sie wünschen?“
„Kriminalpolizei. Wir untersuchen einen Mord. Können wir reinkommen?“
„Bitte.“ Zögerlich gab die Frau die Tür frei. Aufgeblasene Wangen, oder war es nur ein schlecht sitzendes künstliches Gebiss? Der hellrosa Lippenstift stand ihr jedenfalls nicht besonders. „Wenn Sie meinen ...“
„Jawoll, wir meinen.“ Jo Karzer folgte Alma Gerbach.
„Und Sie sind?“
„Johanna Gmeiner. Ich leite die Agentur in Wien.“
Neugierig sahen sich die Ermittler in dem altmodisch eingerichteten Büro um. Die Möbel sahen gediegen aus. „Kaffee?“
„Nein -“
„Ja -“ Jo und Alma sahen sich an.
„Ich bring Ihnen Wasser“, die Blonde sah sie mitleidig an. Sie kam mit geschliffenen Bleikristallgläsern und einer ebensolchen Karaffe zurück. Das Wasser gluckerte, als sie einschenkte.
„Sie arbeiten allein hier?“ Jo griff nach dem Wasserglass. „In diesen weitläufigen Räumen?“
„Ich führe die Agentur mit meiner Schwester, die gerade auf Kundenterminen unterwegs ist. Aber ich wüßte nicht, was Sie das angeht.“
Die Polizisten ließen die Frage unkommentiert. „Wir kommen, um etwas über eine Russin zu erfahren, mit der Wolf Kramer liiert gewesen sein soll.“
„Unsere Geschäftsbeziehungen unterliegen der Verschwiegenheit, das sind wir unseren Kunden und den Mitarbeiterinnen schuldig.“
„Wovor haben Sie Angst? Als Senioren-Puff aufzufliegen?“ polterte Alma Gerbach. Hoffentlich beeindruckte sie diese indifferente Dame einmal, deren betuliches Schönbrunnerdeutsch ihr immer mehr auf die Nerven ging.
„Meine Kollegin meint das nicht so“, Jo Karzer hatte das Spielchen Guter Bulle-Böser Bulle hervorragend gelernt. Die Tante grinste ihn erwartungsgemäß an. „Ist Ihre Kollegin immer so rabiat?“
„Ja, die ist so. Da kann man nichts machen.“ Alma spürte, wie sich Jo ein Grinsen verkniff. Guter Schauspieler, alle Achtung. „Wir brauchen auch nur die Infos über diese Russin, Ihr Laden interessiert uns nicht.“
„Nur ein bisschen, die Visafrage zum Beispiel.“
„Aber Frau Kollegin, das macht doch die Fremdenpolizei.“
„Stimmt, hätte ich beinahe vergessen.“
Die Lady schien das alberne Spiel wirklich nicht zu durchschauen. Lachhaft.
„Sie meinen sicher Olga, eine charmante junge Dame. Sie hat den Herrn Bezirksvorsteher Kramer, einen netten Herrn übrigens, bei einem Empfang im Rathaus kennengelernt. Der Bürgermeister persönlich ehrte die erfolgreichsten Bezirkspolitiker. Dazu brauchten sie natürlich auch charmanten weiblichen Aufputz. Wir haben da geholfen. Olga kommt aus Russland, müssen Sie wissen. Da läßt man sich von dem Glanz hier im Westen beeindrucken. Eigentlich hatte ihr ein verrückter Fengshui-Typ was von Deutschland vorgeschwärmt. Sie wollte schon immer weg von daheim. Kein Wunder, bei dem Leben im tiefsten Kaukasus, das sie führte.“
„Ach so?“
„Ja, wegen einer Clan-Fehde war sie nach Moskau geflüchtet. Ein dunkles Familiengeheimnis. Man hat ihr mit dem Umbringen gedroht. Sie wurde die Geliebte eines deutschen Vorstandsvorsitzenden, dessen Unternehmen in Moskau eine Filiale eröffnete. Er konnte sie gut benötigen, um für ihn und sein Unternehmen zu spionieren. Sie war vom Regen in die Traufe geraten. Den Fengshuimann lernte sie während der Spionage kennen, er schien mit irgendwelchen geheimnisvollen Kristallen zu handeln. Er war beauftragt, den nach seinen komischen Prinzipien richtigen Ort für einen neuen Golfplatz im Umland von Moskau zu finden. Und dann den Platz auch zu gestalten. Was weiß ich. Ich kenn mich mit dem Esoterikzeugs nicht aus, ich hätte mich an Olgas Stelle an den Vorstandsvorsitzenden gehalten. Aber Olga wandte sich dem glitzernden Hokuspokus-Mann zu, weil er zunächst nett zu ihr war. Doch auch er enttäuschte sie, indem er einfach von der Bildfläche verschwand. Olga machte sich Sorgen um ihn. Emil, so hieß er - angeblich. Wieviel von der Geschichte stimmt, keine Ahnung. Olga hat sie jedenfalls meiner Kollegin in Minsk vorgeheult. Sie wollte Emil suchen. Persönlich. Also haben wir uns um die entsprechenden Visa und so weiter gekümmert. Mit einem Schengenvisum kann man dann ja weiter.“
„Olga und wie noch?“
„Wie meinen Sie?“
„Der Familienname! Ist das so schwer!“ Alma knallte das teure Glas auf den ebenso teuren Holztisch. „Geht das jetzt ein bisschen dalli oder -“
„Da muss ich erst nachsehen in der Kartei. Diese slawischen Namen, einer hört sich an wie der andere.“
Jo und Alma sahen sich an, als die Agenturchefin verschwunden war. Hoffentlich war das kein Trick! Hörte man da nicht jemand reden, eine Männerstimme? Hatte die Alte am Ende ein paar arbeitslose frühere KGB-Agenten als Bodyguards engagiert?

Freitag, 30. Jänner 2009

Voila: Der Rufmord-Krimi

Wie sich manch jemand erinnert, schrieb ich dereinst (... vor Monaten) das Gewinnspiel "Rufmord" aus. Hier ist nun das Ergebnis - erste Folge.


Der Wolf ist tot.

von Anni Bürkl
*Dieser Text ist urheberrechtlich geschützt und darf nicht kopiert oder sonstwie verbreitet werden.*

Wolf, so nannte sich der erzrote Bezirkschef gern. Eine gewisse Anwandlung von Größenwahn konnte man dem sozialistischen Politiker nicht absprechen. Bezirkskaiser Wolf hieß in Wirklichkeit Wolfgang Kramer, wie ein Kramertandler. Von solchen stammte er auch ab, Kleinstgewerbetreibende, fahrende Händler - aber das war eine andere, gut versteckte Geschichte. Heute war der Wolf Bezirksvorsteher von Wien Margareten und - tot.
Ein junger Wahlkampfhelfer fand ihn, wie er glaubte bewusstlos, nach einigem Suchen auf der Reinprechtsdorfer Straße. Der Wolf war nicht zur vereinbarten Uhrzeit am Siebenbrunnenplatz erschienen, um Autogramme zu geben. Also hatte er sich Sorgen gemacht.
Entnervt trafen die Mitglieder der Mordkommission ein. In Vorwahlzeiten durfte man einen öffentlichen Tod nicht auf die leichte Schulter nehmen, mochte es auch nur um einen Politiker der unteren Ränge gehen. Wolf war so öffentlich gestorben, wie er gelebt hatte: Mitten auf einer der verkehrsdurchbraustesten Straßen Wiens. Auf der einstigen Geschäftsstraße blühte nur mehr der Charme der Siebzigerjahre. Der letzte modische Schrei von circa anno 1976 vergilbte in den Auslagen neben den Produkten türkischer Bäcker und Kebabverkäufer.
Und jetzt lag der Wolf tot da, aus den Augen blutend. -moz-initial; -moz-background-inline-policy: -moz-initial;">Verblutet, wie es aussieht“, Revierinspektor Alma Gerbach seufzte, während sie sich die roten Haare aus dem verschwitzten Gesicht strich.
Wahlkampf in neoliberalen Zeiten“, murmelte Inspektor Jo Karzer, ihr sogenanntes Beiwagerl, „so kann es enden! Du kennst sicher seine Wahlslogans? Mehr privat, weniger Staat. Es ist nicht Aufgabe des Staates, die Menschen zu einem konservativen Liebesleben anzuhalten.“
"Ja, da war etwas mit einer gescheiterten Ehe, nicht wahr?“
"Genau. Er hat seine Heirat mit einer zwanzig Jahre jüngeren Ballkönigin genauso medienwirksam inszeniert wie die bald darauf folgende Scheidung. Selbst die Gerichtsakten waren öffentlich bekannt, denen zufolge Wolfgang Kramer seine nunmehrige Ex-Frau brutal geschlagen haben sollte. Wer dieses Wissen der Presse zugespielt hat, weiß man nicht.“
"Und dann erschien diese Russin auf der Bildfläche.“
"Chef, Sie wissen lauter halbe Sachen. Er hat sich in eine blutjunge Moskauerin verguckt. Die jobbte offiziell als Altenbetreuerin. Eine Agentur mit Firmensitz in Weißrussland kümmert sich um alles, damit die Mädchen hier arbeiten und unseren Pflegenotstand etwas erleichtern können. In Wirklichkeit, munkelt man, arbeiten die jungen Frauen als Hostessen für alte Männer, die ihr Heim nicht mehr verlassen können und dennoch Spass haben möchten. Soll ein wahnsinnig gutes Geschäft mit wachsender Klientel sein.“ Jos schwarze Augen funkelten erregt.
"Du bist Polizist, Mann, reiß dich zusammen! Oder willst du umsatteln auf Hostess? Gibt’s das überhaupt in männlich?“
"Geh, Chef, woher soll ich das wissen.“
"Na also. Als erstes wird diese Dame befragt. Wo finden wir sie?“
"Woher soll ich das wissen?“
„Wozu bist du mein Assistent?“
„Immer auf die Kleinen!“
„Dann such wenigstens diese eigenartige Agentur.“
„Jaja.“


----Fortsetzung folgt ----

Montag, 26. Jänner 2009

Jetzt, wo es ein paar Aufträge gut abgeschlossen oder am Fertigwerden sind, wende ich mich heute endlich dem Rufmord-Krimi zu. Ein Rohtext lag ja schon vor, doch ich kam zeitbedingt nicht zur weiteren Ausarbeitung.

Schließlich hatte ich Aufträge zu erledigen, selbst dann, als alle plötzlich Ferien machten. ;-) Dazu sind immer wieder Dinge zu tun für meinen Kriminalroman, der im Sommer 09 beim Gmeiner Verlag erscheinen wird. Und am Wochenende unterrichtete ich wieder einmal eine sehr nette Romanwerkstatt.

Aber heute, nach der Yogastunde, ist die Zeit reif für einen - natürlich nur auf dem Papier hingemeuchelten - Rufmord.

Nochmals der Hinweis: Das Wichtigste über mich und mein Schaffen flattert Ihnen ganz automatisch via Newsletter ins Postfach. Kurz, handlich, übersichtlich. Damit Sie keinen Workshop oder keine Lesung mehr versäumen.

Donnerstag, 15. Jänner 2009

Jan Palachs Selbstverbrennung

Am 16. Jänner jährt sich zum 40. Mal der Tag, an dem sich der tschechische Student Jan Palach selbst verbrannte. Er tat dies aus Protest gegen den Einmarsch der Warschauer Pakt-Straßen, die 1968 den sogenannten Prager Frühling blutig niedergeschlagen hatten. Mit der Absetzung Alexander Dubceks, an dessen Stelle in der Parteiführung Gustav Husak trat, begann die schleichende Zeit der sogenannten Normalisierung ... eine Zeit der Angst.

Das deutschsprachige Radio Praha dazu:
Die damalige Propaganda versuchte naturgemäss die Motive für Palachs Tat zu verschweigen, den Studenten als einen psychisch gestörten Menschen darzustellen, oder wollte weismachen, er hätte sich zu der Tat nicht aus freien Stücken entschieden. So war z.B. in den Tagen kurz nach dem Tod Palachs in den amtlichen Tageszeitungen zu lesen, Palach sei - Zitat "das Opfer von antisozialistischen Kräften geworden, die ihm anstatt einer ungefährlichen speziellen Flüssigkeit für Lichteffekte Benzin untergeschoben haben".

(...)

Vor 35 Jahren bewegte das Schicksal von Jan Palach insbesondere die Generation der 20- bis 40jährigen, die in der Tat des Studenten auch den Ausdruck ihrer eigenen enttäuschten Hoffnungen nach einer offeneren Gesellschaft sahen, die nach dem Einmarsch der Warschauer-Pakt-Panzer in die Tschechoslowakei auf einmal zerstört wurden.

(...)

Dennoch läutete der Jahrestag von Palachs Tat im Januar 1989, also genau zwanzig Jahre danach, auf Grund der vielen Protestkundgebungen, die von der Polizei brutal unterdrückt wurden, fast schon symbolisch den Anfang vom Ende der kommunistischen Herrschaft ein. Ist darin im Nachhineit ein Zufall der Geschichte zu sehen? Abschließend kommt noch einmal der Philosophieprofessor Jan Sokol zu Wort:

"Nein, das war kein Zufall, war aber vom Standpunkt her gesehen ein klares Zeichen der Lage des Regimes, das es nicht mehr schaffte wie früher Proteste einfach zu unterdrücken. Das haben die damals nicht mehr geschafft und es war ein Zeichen für den Zustand des Regimes. Und selbstverständlich hat das viele Leute mobilisiert gerade deswegen, weil sie sahen, dass das Aussicht auf Erfolg hatte."
Übrigens: Im Herbst 2009 wird es 20 Jahre her sein, dass die kommunistischen Regime Mittelosteuropas fielen ... in den meisten Ländern friedlich, wie man nicht aufhören kann, zu betonen. Für jene, die dieser Generation Europa angehören, den Leuten, die damals jung waren, eine höchst emotionale Erinnerung. Jedes Mal, wenn ich einfach so, nur mit gültigem Pass, eine Grenze überschreite ... Denn das ging auch ganz anders.

Montag, 12. Jänner 2009

Neues über Anni Bürkl und Texte & Tee

Wer immer auf aktuellem Stand bleiben möchte, sei zu meinem Newsletter "Schreib-Impuls" eingeladen. Am besten gleich hier anmelden auf der Webseite anmelden:


Alle Termine für meine Lesungen oder Buchneuerscheinungen schicke ich nur dort aus. Private Mails mit diesen Infos versende ich nicht mehr, das ist für mich nicht mehr zu handhaben. (Wem habe ich was geschickt, wem nicht ...? Einer bekommt's mehrfach, die andere gar nicht. Und alle sind dann sauer auf mich. Dabei wollten sie immer alles wissen. Oder so. Kennst man ja ...?)

Montag, 5. Jänner 2009

Im Fluss sein beim Schreiben

Hannelore Vonier schreibt auf "Rette sich wer kann" etwas sehr Interessantes über Zeit bzw. Zeitlosigkeit, das sich beim Schreiben umsetzen lässt:

Oder denke an das moderne Wort “Workflow” - Arbeitsfluss. Wenn dein Workflow bei einer Aufgabe unterbrochen wird, musst du Konzentration und Energie aufwenden, um wieder “rein zu kommen”. Abgesehen davon, dass deine Produktivität verzögert wird, kann es sich äußerst unangenehm anfühlen, je nachdem, wie konzentriert du warst. Du erlebst Frustration. Ich spreche nicht nur von Workflow bei der Arbeit (zum Gelderwerb), sondern vor allem in deinem Leben.

Ein Kind, das versunken eine Sandburg baut, erlebt Frustration, wenn es mitten drin zu etwas anderem gerufen wird. Es befindet sich in einem bestimmten Bewusstseinszustand, der es uns erlaubt höchst kreativ und innovativ und bei uns selbst zu sein. Man kann diesen Zustand als Trance bezeichnen.

Trance kennt keine Zeit

Trance erleben wir in verschiedenen Abstufungen von Intensität. Trance verträgt sich nicht mit dem Konzept Zeit, denn während dieser “Versunkenheit” erleben wir keine Zeit.

Wird unser trancehafter Handlungsfluss gestört, so entspricht das dem Aufwecken aus dem Schlaf. Ständiges Aufwecken wird als Foltermethode bei Gefangenen angewendet. Über Unterbrechungen im Workflow regt sich niemand auf - es passiert ständig und gilt als normal.

Schon erkannt? Schon umgesetzt? Wie? Nützen Sie die Kommentarfunktion!

Den Artikel komplett lesen kann man hier: http://rette-sich-wer-kann.com

Dogudan im Kurier-Interview

Höchst spannendes Kurier-Interview: DO&CO-Chef Attila Dogudan fordert im Wirtschaftsleben eine Rückbesinnung auf normaleWerte - er nichts von Jammern und will die Chancen aus der Krise nutzen.

Wie sehr bedauern Sie es, dass die hohen Wachstumsraten in der Wirtschaft jetzt einmal vorbei sind?

Nach dem Wachstumswahn der vergangenen 10, 15 Jahre überhaupt nicht. Wer nicht zweistellig gewachsen ist, war ein Vollidiot. Alle haben gesagt, der ist ein schlechter Unternehmer und der wurde von den Analysten und vom Markt bestraft. Aktien solcher Unternehmen wurden einfach nicht gekauft. Stattdessen wurden Luftschlösser gebaut und völlig irrwitzige Projektionen entworfen. Wenn man mit viel Arbeit nur fünf Prozent verdienen kann, kann ich nicht mit der Veranlagung meines Geldes über zehn Jahre hinweg 20 bis 30 Prozent pro Jahr verdienen. Dass solche Blasen platzen müssen, war eh klar. Die Menschen müssen sich wieder auf normale Werte zurückbesinnen.
Das Interview nachlesen auf Kurier.at

Professionellster Ghostwriter Wiens

Das ist schön - in Google bin ich auf Platz 1 bei der Eingabe "professioneller Ghostwriter Wien".

http://www.google.at

Freitag, 2. Jänner 2009

Es geht ja doch auch anders im Scheichtum Al Wappla

Wir hierzulande sind ja gern fürs "Aufpudeln" (Aufregen) bekannt (wahlweise: belächelt). Doch im Scheichtum all Wappla scheint oft nur das Aufpudeln irgendwohin zu führen.

Jüngster Fall: Das vor 2 Monaten erworbene Handy, damals zu jenem österreichischen Unternehmen gewechselt, das sich besonders gern in Osteuropa engagiert (einkauft). Der Kauf war angenehm und von freundlichen Tönen begleitet.

Was danach kam, schien eine Neuauflage des Klassikers "Neukunden ja, danach ist uns alles wurscht" zu werden. Entspricht das Sony Ericcson Gerät doch nicht dem, wie man sich allgemein ein funktionstüchtiges Objekt der Telekommunikation vorstellen würde. (Akku nach kurzen Telefonaten leer, Akkuaufladen lässt Verbindung abbrechen, Tasten rot hinterlegt und nichts mehr möglich, nicht einmal ausschalten, usw.)

Man würde glauben, im Geschäft (Rotenturmstraße) würde der Kundin geholfen - wozu sonst sind die da? Weit gefehlt. Nein, Umtausch sei nicht möglich, weil nicht vorgesehen. Man müsse das Telefon zum Techniker schicken. Aber nein, ein Leihgerät könne man nicht herausgeben, weil Inventur (!) sei. Die höfliche Bitte, eine Ausnahme zu machen und das Gerät umzutauschen, verhallt - ebenso wie die Frage nach dem Geschäftsführer, um jene Bitte bewilligen zu lassen.

Dass ein unterbrochenes Gespräch keine Renommee in meinem Beruf als Journalistin ist - egal. "Sie können ja eh telefonieren." Auch dass ich wohl nicht täglich in Handyshop pilgern kann, um zu sehen, ob vielleicht zufällig ein Leihgerät verfügbar sei - ist dem Verkäuferlein ebenfalls egal.

Doch was geschah dann? Ein Kontakt zur Presseabteilung des Unternehmens wirkt Wunder: Man würde mir ein Leihgerät per Boten zustellen, alles, was ich tun müsse, sei, das defekte Gerät in ein Geschäft zu bringen.

Das ist doch schon mal ein Anfang... und das Leihgerät ist in der Tat wenige Stunden später da! Erstaunlich, dass ich das so erstaunlich finde ...