Montag, 9. Februar 2009
Tja ...
... jetzt ist das Krimi-Manuskript im Lektorat. Habe es heute abgeschickt. Trotz Schnupfen und allem sonst, was eine piesacken kann. Eigenartiges Gefühl (das Abgeben, nicht die Verkühlung). Dabei arbeite ich an Nummer 2 (Krimi, nicht Virenvermehrung).
Sonntag, 8. Februar 2009
Serien schreiben
Das Schreiben einer Serie stellt vor ganz neue Herausforderungen, wie ich bemerke: Ich will niemanden den 1. Mordfall vermiesen, indem ich im 2. Fall zu viele Andeutungen mache. Gleichzeitig sind die Erlebnisse von "damals" für meine Protagonistin natürlich von Bedeutung und kommen grundsätzlich vor. Wieviel gebe ich also preis, um die Spannung nicht zu zerstören? Wie wenig lasse ich angedeutet, damit man sich trotzdem im 2. Mordfall auskennt?
Außerdem wollen sich die wichtigsten Figuren weiter entwickeln, und müssen trotzdem sie selbst bleiben. Also selbst eine neue Haarfarbe darf nicht über ihren eigenen Charakter hinwegtäuschen ...
Spannend, hochspannend!
Außerdem wollen sich die wichtigsten Figuren weiter entwickeln, und müssen trotzdem sie selbst bleiben. Also selbst eine neue Haarfarbe darf nicht über ihren eigenen Charakter hinwegtäuschen ...
Spannend, hochspannend!
Zeig' mir Deine Szene im Kopf
Zum vorigen Eintrag über das Schreiben von Szenen schreibt Leserin Eva Jancak in ihrem Literaturgeflüster:
Und was noch sein darf: Ein bissl weniger sich selbst unter Druck setzen. Leichtigkeit im Schreiben zulassen. Unter Krampf ist das Blickfeld recht eingeengt, wissen wir von Stressmomenten. Alles klar?
Vor allem das Johanna Buch, kann Anni Bürkls Ratschläge sicher brauchen. Da gingen sich vielleicht auch ein paar neue Kapitel aus, zum Beispiel eines mit dem Titel “Die Analyse”, wo anhand der roten Schuh-Metapher, das Spiegelgrundthema noch mehr eingearbeitet wird.Dazu ein schneller Tipp: Rausgehen und aufschreiben. Augen aufmachen, Ohren aufmachen, schnuppern, tasten, schmecken und was die Sinne hergeben. Zum Beispiel eine Szene im Kaffeehaus. Das ist Handwerkskunst, Übung. Anschließend dieselbe Sensibilität auf die Szenen anwenden, die man entworfen hat ... Los gehts!
Das das “Mehr zeigen statt beschreiben!”, das ja alle Ratgeberbücher predigen, was auch logisch klingt, aber zumindestens für mich nicht so einfach umzusetzen ist, immer noch mein Thema ist, darauf bin ich in der letzten Woche wieder mal gekommen (...).
Und was noch sein darf: Ein bissl weniger sich selbst unter Druck setzen. Leichtigkeit im Schreiben zulassen. Unter Krampf ist das Blickfeld recht eingeengt, wissen wir von Stressmomenten. Alles klar?
Freitag, 6. Februar 2009
Szenen schreiben
Es soll ja Leute geben, für die ist die lange Form nicht geeignet. (Während ich mich eher nicht kurz fassen mag, aber das ist ein anderes Thema.) Eva Jancak erwähnte in ihrem "Literaturgeflüster", dass sie schon nach relativ kurzer Zeit mit ihrem Romanprojekt fertig sei - also weniger Seiten geschrieben hatte, als vorab gedacht.
Da sitzt man dann und rätselt, was man vielleicht vergessen hat zu beschreiben, oder wo noch etwas hinzuzufügen wäre. Des Rätsels Lösung ist jedoch oft eine simple, die man vor allem in der Euphorie einer neuen Geschichte, eines neuen Romanprojekts gern übersieht: Man schreibt mehr Zusammenfassung als Szenen.
Eine Szene, was ist das?
Ich bezeichne Szene als das, was von Anfang bis Ende eines Ereignisses dauert: Das könnte ein über fünf Stunden dauerndes Gespräch ebenso sein wie der Moment, in dem jemand auf der Straße von einem Auto angefahren wird bis zum Eintreffen der Rettung oder sogar darüber hinaus.
Aber die Definition von "Szene" ist gar nicht das Wesentliche an der Sache. Das Entscheidende ist: Wie schreibe ich eine Szene? Mache ich eine Szene aus dem ganzen Gespräch? Oder macht die Szene "nur" die wichtigen Momente einer unerwarteten Enthüllung im Gespräch und die Reaktion der anderen Person aus?
Entsprechend wird die Szene entwickelt:
Was will ich mit dieser Szene im Rahmen meines Textes aussagen?
Wo soll sie beginnen, wo aufhören?
Wer sagt was?
Was ist für mich das Wichtige an dieser Szene?
Wie sieht es am Ort des Geschehens aus?
Dazu kommen Dinge wie das Erzähltempo, der Sprachfluss, die Musik, der Rhytmus dieser Szene.
Eigentlich entspricht die Szene in etwa dem, was wir gern im Gespräch an Erlebtem wiedergeben: "Und dann habe ich ... und er sagt ... und auf einmal ..."
Statt zu schreiben "Und damals versuchte sie, sich als Regisseurin einen Namen zu machen ..." könnte ich also auch eine Szene einbauen, in der diese Figur ein Erlebnis hat, das mit der Karriere als Regisseurin zu tun hat. Das kann ja auch eine kurze Szene sein. Auch Rückblicke vertragen es, als Szenen dargestellt zu werden. Wichtig ist, dies im erzählerischen Stil vom anderen Text abzusetzen, aber auch optisch (als Kursivschrift oder durch ein paar Sternchen zwischen den Abschnitten). Im Film sind Rückblicke jene Szenen, die unscharf, oft schwarz-weiß daher kommen ...
Aber bei all möchte ich aber betonen: Habt Mut zum eigenen Stil. Der soll verständlich sein und LeserInnen erreichen und alles. Aber nachgemacht ist immer nur die Kopie, manchmal die vierte, fünfte oder x.te. Also viel Spass beim Szenenschreiben!
Da sitzt man dann und rätselt, was man vielleicht vergessen hat zu beschreiben, oder wo noch etwas hinzuzufügen wäre. Des Rätsels Lösung ist jedoch oft eine simple, die man vor allem in der Euphorie einer neuen Geschichte, eines neuen Romanprojekts gern übersieht: Man schreibt mehr Zusammenfassung als Szenen.
Eine Szene, was ist das?
Ich bezeichne Szene als das, was von Anfang bis Ende eines Ereignisses dauert: Das könnte ein über fünf Stunden dauerndes Gespräch ebenso sein wie der Moment, in dem jemand auf der Straße von einem Auto angefahren wird bis zum Eintreffen der Rettung oder sogar darüber hinaus.
Aber die Definition von "Szene" ist gar nicht das Wesentliche an der Sache. Das Entscheidende ist: Wie schreibe ich eine Szene? Mache ich eine Szene aus dem ganzen Gespräch? Oder macht die Szene "nur" die wichtigen Momente einer unerwarteten Enthüllung im Gespräch und die Reaktion der anderen Person aus?
Entsprechend wird die Szene entwickelt:
Was will ich mit dieser Szene im Rahmen meines Textes aussagen?
Wo soll sie beginnen, wo aufhören?
Wer sagt was?
Was ist für mich das Wichtige an dieser Szene?
Wie sieht es am Ort des Geschehens aus?
Dazu kommen Dinge wie das Erzähltempo, der Sprachfluss, die Musik, der Rhytmus dieser Szene.
Eigentlich entspricht die Szene in etwa dem, was wir gern im Gespräch an Erlebtem wiedergeben: "Und dann habe ich ... und er sagt ... und auf einmal ..."
Statt zu schreiben "Und damals versuchte sie, sich als Regisseurin einen Namen zu machen ..." könnte ich also auch eine Szene einbauen, in der diese Figur ein Erlebnis hat, das mit der Karriere als Regisseurin zu tun hat. Das kann ja auch eine kurze Szene sein. Auch Rückblicke vertragen es, als Szenen dargestellt zu werden. Wichtig ist, dies im erzählerischen Stil vom anderen Text abzusetzen, aber auch optisch (als Kursivschrift oder durch ein paar Sternchen zwischen den Abschnitten). Im Film sind Rückblicke jene Szenen, die unscharf, oft schwarz-weiß daher kommen ...
Aber bei all möchte ich aber betonen: Habt Mut zum eigenen Stil. Der soll verständlich sein und LeserInnen erreichen und alles. Aber nachgemacht ist immer nur die Kopie, manchmal die vierte, fünfte oder x.te. Also viel Spass beim Szenenschreiben!
Mittwoch, 4. Februar 2009
Lesung - Rückblick
Am 19. Jänner traf sich eine illustre, (natürlich nur auf dem Papier) mordlüsterne Runde.

Das Motiv: Lesung aus der Kurzgeschichtensammlung "Money. Geschichten von schönen Scheinen".

Tatort: Die Hauptbücherei in Wien.

Täterinnen: Die in Wien lebenden Autorinnen der Krimi-Anthologie zum Kärntner Krimipreis 2008, darunter Amaryllis Sommerer und Sylvia Grünberger ...

Vorgestellt wurden Buch samt Preis von den Organisatorinnen und Herausgeberinnen Susanne Schubarsky und Franz Henz.

Die Zeuginnen im Publikum passten gut auf ...

... und am Ende wurde noch fleißig signiert.
(Fotografin Sabina Naber.)
Das Motiv: Lesung aus der Kurzgeschichtensammlung "Money. Geschichten von schönen Scheinen".
Tatort: Die Hauptbücherei in Wien.
Täterinnen: Die in Wien lebenden Autorinnen der Krimi-Anthologie zum Kärntner Krimipreis 2008, darunter Amaryllis Sommerer und Sylvia Grünberger ...
Vorgestellt wurden Buch samt Preis von den Organisatorinnen und Herausgeberinnen Susanne Schubarsky und Franz Henz.
Die Zeuginnen im Publikum passten gut auf ...
... und am Ende wurde noch fleißig signiert.
(Fotografin Sabina Naber.)
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